Ränge 6 und 9 am Lausitzring
Bei traumhaftem Wetter fanden die Läufe elf und zwölf zum ADAC GT Masters statt. Nach einer fünfjährigen Pause (Ford Fiesta Cup 2006) konnte ich wieder auf dem 4,524 km langen EuroSpeedway Lausitz an den Start gehen.
Nach dem Einsatz auf dem Red Bull Ring wurde bei unserem Gize-SLS die Getriebe-Differential-Einheit turnusgemäß ausgetauscht. In den freien Trainings war das Auto sehr schwer zu fahren. Da man keine Erklärung über den großen Zeitrückstand hatte (P26 bzw. P28), entschied man sich noch vor dem Qualifying zum Rücktausch des alten Getriebes, mit dem man am Red Bull Ring erfolgreich war. Die Ergebnisse der Qualifizierungsläufe bestätigten diese Entscheidung. Ohne Trainingsreferenzen vom freien Training setzten wir unseren Boliden auf die Startplätze 11 bzw. 12., wobei für uns die Startplätze 5 bis 7 möglich gewesen wären.
Das erste Rennen begann für Dominik recht turbulent. Ein heftiger Startunfall wirbelte das Mittelfeld durcheinander. Die Folgen inklusive Ölspur rief das Safety-Car auf den Plan und legte den Rennfluss für fast eine Viertelstunde lahm. Dominik büßte drei Plätze ein und die Strategie, in der Anfangsphase Plätze gutzumachen, wurde damit verabschiedet. Auf Platz 11 liegend erfolgte unser Pflichtboxenstopp und mit einer sehr guten Outlap nahm ich auf Rang 9 liegend mein Rennen in Angriff. Leider steckte ich hinter Markenkollege Kenneth Heyer fest, der mir den Rhythmus zerstörte. Bis zum Ende des Rennens gab es viele enge Zweikämpfe. Schließlich reichte es mit Rang 9 erneut zu einer weiteren Top-10-Platzierung.
Beim zweiten Rennen konnte ich direkt nach Startfreigabe einige Plätze gewinnen. Dann ging alles drunter und drüber. Jeder hielt einfach nur noch drauf. Ich bin durchs Gras und in den Dreck gefahren, um dem Tumult zu entgehen. Dies kostete zwar einige Plätze, aber der Gize-SLS blieb glücklicherweise unbeschadet. In den ersten sechs Runden war es sehr schwer den Speed meiner Kontrahenten mitzugehen. Je länger der Stint dauerte desto besser wurde das Auto zu fahren. Auf Platz 9 liegend ging es zu einem chaotischen Pflichtboxenstopp. Beim Reinfahren in die Boxengasse lief ich auf eine langsam rollende Corvette auf, welche ich nicht überholen durfte. Nach dem Fahrerwechsel ist Dominik beim Wegfahren der Motor des Gize-SLS abgestorben. Insgesamt gingen durch diese Umstände mehr als sechs Sekunden in der Box verloren. Dominik konnte in seinem Stint mehrere Positionen wieder gutmachen, weil das Setup so ausgelegt wurde, dass das Auto gegen Rennende immer besser wird, während andere zusehends abbauen. Mit tollen Zweikämpfen erkämpfte er sich noch den ausgezeichneten 6.Platz.
Mit diesem Rennwochenende können wir trotz anfänglicher Schwierigkeiten sehr zufrieden sein weil wir wieder zweimal gepunktet haben. In der Meisterschaft liegen wir mit 74 Punkten auf dem 7.Gesamtrang.


